Neues aus der Abtei

Unser neuer Infobrief: Sommer 2021

Wegmotiv Kapitelsaalfenster
Wegmotiv im Kapitelsaal-Fenster

In diesen Tagen erscheint unser Infobrief zum Sommer 2021:

Neben einem kleinen Bericht aus unserer Gemeinschaft gibt der Flyer einen Impuls zur aktuellen Situation in der Pandemie. Es geht um „Hartes und Schweres“ in der Sicht der Benediktusregel – und wie auch dies zu einem „Weg des Heils“ werden kann. 

Download:  Infobrief | Flyer

Gerne senden wir Ihnen unsere Briefe per Mail oder per Post zu: Hier können Sie sich dazu anmelden.


Besuch aus dem Südsudan

P.Gregor, Frau Schmidt und Äbtissin Angela
Freudiges Wiedersehen mit Pater Gregor und seiner Tante, Frau Walburga Schmidt.

Am Abend des 1. Juli besuchte uns Pater Gregor Schmidt, Comboni-MIssionar im Südsudan, und berichtete erneut aus seiner Pfarrei in Old Fangak in der Provinz Jonglei. Die Corona-Pandemie hatte seinen alle drei Jahre möglichen Heimataufenthalt im letzten Jahr verhindert – umso mehr freuten wir uns nun über das Wiedersehen mit diesem beeindruckenden Zeugen des Evangeliums.

Mit vielen Bildern und kurzen Videoszenen schilderte er den Alltag im Stamm der Nuer, in deren Gebiet er tätig ist. Obwohl der Bürgerkrieg im Südsudan offiziell seit 2018 beendet ist, leidet das Land weiterhin unter Gewalt und Hunger. Die Region im Sumpfgebiet des Nil ist zwar vor Kampfhandlungen relativ sicher, leidet aber unter einer ungewöhnlich hohen Überschwemmung, die Aussaat und Ernte von Mais und Hirse verhindert.

P. Gregor und seine Mitbrüder betreuen im immensen Gebiet ihrer Pfarrei auf tagelangen Wanderungen mitten durch den Sumpf viele kleine „Kapellen“, d. h. Orte, an denen sich Gemeinden versammeln, die von Katecheten geleitet ein oder zweimal im Jahr vom Priester besucht werden. Der Andrang zur Taufe und zu den Sakramenten ist groß, der christliche Glaube für die Menschen attraktiv. Die Missionare teilen das Leben der Nuer mit großer Konsequenz und versuchen mit viel Geduld und Respekt allmählich die Botschaft des Evangeliums in der Kultur der Nuer verwurzeln.

Wir sind von der Begegnung mit P. Gregor in vieler Hinsicht reich beschenkt und begleiten ihn weiter im Gebet!

Über P. Gregor berichtet ausführlich eine Seite der Comboni-Missionare. Sein Vortrag ist als Video auf Youtube zu sehen (ab Minute 7:20).


Freude in der Werkstatt für Paramentik

Patronatsgewand
Schwester Ruth zeigte dem Konvent das fertige Kunstwerk.

Voller Freude und Stolz konnten unsere Mitschwesternein ein kostbares Gewand übergeben, das mit viel Liebe in den letzten Monaten in der Paramentenwerkstatt entstanden war: Für die Wallfahrts-Basilika in Werl wurde ein Patronatsgewand gefertigt. Vom künstlerischen Entwurf über die aufwenige Stickerei bis zur fachgerechten Maß-Schneiderei waren fast alle Schwestern der Werkstatt daran beteiligt.

Das Gewand zeigt die Begegnung von Maria und Elisabeth und ist rundum ganz umrahmt vom Gesang der Maria, dem Magnificat. Auf der Rückseite sind sehr detailgetreu das Werler Gnadenbild und die Wallfahrtsbasilika gestickt.

Das Gewand in der Werkstatt

Zum Patronatsfest am 2.Juli wurde das Gewand in Werl zum ersten Mal getragen. Ein kleiner Bericht über seine Entstehung auf der Website der Werler Wallfahrt zeigt u.a. auch viele Details aus dem Gewand. 

Wir freuen uns über das schöne Werk für diesen traditionsreichen Ort unseres Erzbistums!


Noviziatskurs bei uns zu Gast

Begegnung im Garten
Eine fröhliche Begegnung mit vielen Gesprächen

Als eine der ersten Gruppen nach der Öffnung unseres Gästehauses fand eine Kurswoche der „Gemeinsamen Noviziatsausbildung der VBD (Vereinigung der Benediktinerinnen Deutschlands)“ bei uns statt. Schwester Lioba Zahn OSB aus Mariendonk als Referentin gab den elf teilnehmenden Novizinnen und Novizen aus Klöstern des deutschsprachigen Raumes eine sehr lebendige und lebensnahe „Einführung in die Entwicklungs- und Religionspsychologie“.

Für unseren Konvent war es schön, mit so vielen jungen Brüdern und Schwestern den Gottesdienst zu feiern. Darüber hinaus gab es in einer Mittagspause eine fröhliche Begegnung bei Kaffee und Kuchen im Garten des Gästehauses. Wir wünschen unseren benediktinischen Gästen alles Gute und Gottes Segen für den weiteren Weg!


„Tierisch aktuell“

Vom Ende einer Quarantäne
Sr. Lioba im Hühnerhof
Freude im Hühnerhof – bei Mensch und Tier!

Im März brach in einigen landwirtschaftlichen Betrieben unserer Region die Geflügelpest aus. Die Behörden ergriffen umgehend Maßnahmen, um die Verbreitung einzudämmen. Auch im Kreis Gütersloh galt seitdem Stallpflicht für alles Federvieh: Viele Wochen übten unsere Hühner „stay at home“.

Dank des tierischen „Lockdowns“ kam das Infektionsgeschehen zum Stillstand. Ein schöner Nebeneffekt war die Schonung der Stall-Umwelt: Im sonst kahlen Hühnerhof entwickelten sich, ungestört von scharrenden Krallen und pickenden Schnäbeln, sämtliche Samen-Ressourcen zu einem stattlichen grünen Teppich.

An diesem Mai-Montag war es nun endlich soweit: Die Stallpflicht wurde aufgehoben, den Hühnern ihre Freiheitsrechte zurückgegeben. Mit Hebung der Klappe zum Gehege öffnete die heimische Außengastronomie und bot der staunenden Hühnerschar eine reichhaltige Festtags-Tafel! Mit sichtlicher Begeisterung stürzten sich die Hennen in die wiedergewonnene Reisefreiheit und genossen das erste Sonnen-Sand-Bad dieses Jahres.

Eine tierisch aktuelle Geschichte - hoffentlich!