Neues aus der Abtei

Politik - menschlich nah gebracht

Auch in diesem Jahr freuten wir uns auf den Besuch von Landtagspräsident André Kuper und seiner Frau Monika aus Rietberg. In guter Tradition berichteten sie aus dem vergangenen Jahr nicht nur über das, was sie beruflich beschäftigt, sondern auch darüber, was sie dabei persönlich bewegt hat. 

Als Landtagspräsident von NRW begegnet André Kuper zahlreichen Menschen in unterschiedlichsten Situationen: diplomatische Besuche aus aller Welt, politische Verhandlungen, kulturelle Events und soziale Förderung, Krisenmanagement und Katastrophenhilfe. Die baldige Eröffnung des „Hauses der Geschichte von NRW“ in Düsseldorf, das unter seiner Leitung von Landesregierung, Parlament und Parteien gemeinsam auf den Weg gebracht wurde, zeugt einmal mehr vom persönlichen Engagement und Geschick eines versierten Politikers.

Ganz besonders schätzen wir bei diesen Gesprächen die Möglichkeit, auch auf kritische Fragen zur großen und kleinen Politik ebenso kompetente wie ungeschminkte Stellungnahmen zu hören. Danke!


Ein ganz besonderer Tag

Geburtstagskuchen
Zünftig: Geburtstagskuchen mit Kerzen!

Am 26. Juli beging unsere Äbtissin Angela ihren 60. Geburtstag, und diesen besonderen Anlass feierten wir gerne mit ihr! Wir genossen das gute Lieblings-Essen, das unsere Küche reichlich auf den Tisch brachte, und auch das Fest der Gemeinschaft:

Der Nachmittag begann mit einem geselligen Kaffeetrinken, bevor wir Mutter Angela zu einem Ratespiel einluden. Alle Schwestern hatten einige frühe Kinderbilder von sich beigetragen, die nun ohne Namensnennung präsentiert wurden: „Wer ist das???“ Dabei haben wir nicht nur viel gelacht, sondern waren auch berührt von der Vielfalt der Lebensgeschichten, die sich in den alten Fotos andeuteten. 

Es war ein froher, reicher und rundum schöner Tag für uns alle!


Der „Synodale Weg“ aus erster Hand

Jüngste Delegierte Johanna Müller
Johanna Müller aus Marienfeld engagiert sich auf dem „Synodalen Weg“ (Bild © A.Fürcht, Synodaler Weg)

Einen ganz besonderen Bericht vom „Synodalen Weg“ der katholischen Kirche in Deutschland erhielten wir am Samstag, den 10. Juli, von Johanna Müller aus Marienfeld. Es war eine gute Ergänzung zu den Eindrücken, die wir am 20. April dazu von Bischof Felix Genn aus Münster gehört hatten (siehe News von diesem Datum). 

Johanna ist mit 17 Jahren die jüngste Delegierte. Ihre Motivation, sich für diese Aufgabe zu bewerben, spricht vielen reformorientierten Katholiken aus dem Herzen: „Ich möchte mich nicht mehr für meine Kirche schämen.“

Johanna und ihre Familie sind unserer Gemeinschaft seit vielen Jahren verbunden. Wir freuten uns sehr, von ihr nun einen persönlichen Bericht vom Geschehen des „Synodalen Weges“ zu hören und zu sehen. Sie ist Mitglied im Synodalforum „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“.

Darüber hinaus liegt ihr viel daran, gerade unter jungen Leuten und in Schulen Interesse am Reformweg der Kirche zu wecken. Dieses Engagement hat uns sehr beeindruckt!

Johanna Müller äußert sich auch in den Medien immer wieder klug und ehrlich zum Verlauf des „Synodalen Weges“ und ist mit verschiedenen Artikeln und Beiträgen in den Medien zu finden: Etwa auf der offiziellen Seite der Katholischen Kirche Deutschlands, beim „Domradio" oder im Podcast „kannste glauben“ des Bistums Münster.


Unser neuer Infobrief: Sommer 2021

Wegmotiv Kapitelsaalfenster
Wegmotiv im Kapitelsaal-Fenster

In diesen Tagen erscheint unser Infobrief zum Sommer 2021:

Neben einem kleinen Bericht aus unserer Gemeinschaft gibt der Flyer einen Impuls zur aktuellen Situation in der Pandemie. Es geht um „Hartes und Schweres“ in der Sicht der Benediktusregel – und wie auch dies zu einem „Weg des Heils“ werden kann. 

Download:  Infobrief | Flyer

Gerne senden wir Ihnen unsere Briefe per Mail oder per Post zu: Hier können Sie sich dazu anmelden.


Besuch aus dem Südsudan

P.Gregor, Frau Schmidt und Äbtissin Angela
Freudiges Wiedersehen mit Pater Gregor und seiner Tante, Frau Walburga Schmidt.

Am Abend des 1. Juli besuchte uns Pater Gregor Schmidt, Comboni-MIssionar im Südsudan, und berichtete erneut aus seiner Pfarrei in Old Fangak in der Provinz Jonglei. Die Corona-Pandemie hatte seinen alle drei Jahre möglichen Heimataufenthalt im letzten Jahr verhindert – umso mehr freuten wir uns nun über das Wiedersehen mit diesem beeindruckenden Zeugen des Evangeliums.

Mit vielen Bildern und kurzen Videoszenen schilderte er den Alltag im Stamm der Nuer, in deren Gebiet er tätig ist. Obwohl der Bürgerkrieg im Südsudan offiziell seit 2018 beendet ist, leidet das Land weiterhin unter Gewalt und Hunger. Die Region im Sumpfgebiet des Nil ist zwar vor Kampfhandlungen relativ sicher, leidet aber unter einer ungewöhnlich hohen Überschwemmung, die Aussaat und Ernte von Mais und Hirse verhindert.

P. Gregor und seine Mitbrüder betreuen im immensen Gebiet ihrer Pfarrei auf tagelangen Wanderungen mitten durch den Sumpf viele kleine „Kapellen“, d. h. Orte, an denen sich Gemeinden versammeln, die von Katecheten geleitet ein oder zweimal im Jahr vom Priester besucht werden. Der Andrang zur Taufe und zu den Sakramenten ist groß, der christliche Glaube für die Menschen attraktiv. Die Missionare teilen das Leben der Nuer mit großer Konsequenz und versuchen mit viel Geduld und Respekt allmählich die Botschaft des Evangeliums in der Kultur der Nuer verwurzeln.

Wir sind von der Begegnung mit P. Gregor in vieler Hinsicht reich beschenkt und begleiten ihn weiter im Gebet!

Über P. Gregor berichtet ausführlich eine Seite der Comboni-Missionare. Sein Vortrag ist als Video auf Youtube zu sehen (ab Minute 7:20).