Neues aus der Abtei

Goldenes Professjubiläum unserer Schwester Beate

Schwester Beate Richter OSB
Schwester Beate am Tag ihrer Goldprofess

Vor fünfzig Jahren, am 14. September 1969, legte Sr. Beate Richter OSB ihre erste Profess ab und band sich darin an Christus und an unsere Gemeinschaft der Benediktinerinnen von Varensell. Heute feierte sie mit uns und vielen Angehörigen und Freunden wiederum am Fest „Kreuzerhöhung“ ihre Goldprofess in Freude und Dankbarkeit.

Das Festevangelium des Tages stellt die Liebe in den Mittelpunkt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn für uns hingab.“ Und Abt Aloysius Althaus OSB (Königsmünster), der dem Festgottesdienst vorstand, deutete das Kreuz als Geheimnis der Liebe: „Es gibt keine Liebe ohne Schmerz.“ Auf die übergroße Liebe Gottes mit unserem Lobgesang und unserem ganzen Tun zu antworten, sind wir jeden Tag neu eingeladen. Fünfzig Jahre hindurch auf diese Einladung mit ganzem Herzen zu antworten, ist Grund zum Dank und zur Freude!

Schwester Beate setzte und setzt sich immer bereitwillig in ganz unterschiedlichen Aufgaben in unserer Gemeinschaft ein. Vielen Menschen ist sie bekannt durch ihren liebenswürdigen Dienst an der Pforte und im Gästehaus. Unzählige Gruppen von Kommunionkindern und Eltern hat sie durch die Abteikirche geführt und ihnen unsere Hostienbäckerei vorgestellt. Auch dort hat sie selbst lange gearbeitet, ebenso wie in der Küche und im Noviziat.


Mit vereinten Kräften: Pflaumenernte im Klostergarten

Helfer im Klostergarten
Alle machen mit: Tüchtige Helfer im Klostergarten!

Eine große Schar von Helferinnen und Helfern aus unserer Gemeinde in Varensell und Neuenkirchen war am Samstag, den 31. August zur Stelle, um uns bei unserer großen Pflaumenernte zu helfen. Alt und Jung, Männer und Frauen waren gekommen und teilten sich die verschiedenen „Tatorte“ auf: Die einen übernahmen die gut behangenen Bäume im hinteren Klostergarten, die anderen Keller und Küche, wo die Früchte verarbeitet wurden.

Am Ende waren es über sechs Zentner, die gepflückt, ins Haus gebracht, gewaschen, entsteint und weiter verarbeitet waren, und alle blickten stolz und dankbar auf drei große Kessel, gefüllt für Pflaumenmus, dazu etliche Eimer und Beutel entsteinter Pflaumen für den Tiefkühlvorrat.

Dass so viele Leute gekommen waren, um uns ganz unkompliziert und tatkräftig zu helfen, hat uns sehr gefreut! Es war ein fröhlicher Tag mit vielen schönen Begegnungen. Wir sagen: DANKE!


„Flow“ - das Konzert

Bereits zum dritten Mal erlebten wir in unserer Abteikirche solch ein ungewöhnliches Konzert: Laute und Saxophon, Renaissance und Jazz im Dialog, im Zusammenklang. Die virtuosen Musiker Axel Wolf (Laute) und Hugo Siegmeth (verschiedene Saxophone) schlagen faszinierende Brücken üder die Zeiten hinweg und nehmen ihr Publikum in ihre eigene Spielfreude hinein. Das Duo berührt einmal die Zuhörer tief - und reißt sie dann wieder mit in Tempo und Witz. Am Ende des Abends stand eine einfühlsame Improvisation zusammen mit unserer Schola über den Antwortgesang der Komplet: „Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben.“

Herzlich bedanken wir uns bei Herrn Bernd Gebauer, der dieses Konzert am Beginn eines neuen Lebensabschnitts organisierte und damit uns und seinen vielen Gästen eine wunderschöne Stunde schenkte. Vergelt's Gott!


Ein sehr persönlicher Reisebericht aus Peru

Frau Professorin Dr. Marianne Heimbach-Steins (Münster) berichtete am 24. August in unserem Konvent von einer Dialog-Reise nach Peru. Im November 2018 besuchte sie auf Einladung von „Caritas International“ mit einer Gruppe verschiedene Projekte der dortigen Caritas und lernte deren Arbeit kennen - vor allem aber auch Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen in Peru.

Sehr anschaulich erfuhren wir von den Herausforderungen der Katastrophenhilfe nach „El Niño 2017“, von der großflächigen Zerstörung des Regenwaldes durch Goldschürfer und Rohstoffabbau, von alternativen Agrarinitiativen sowie  von Inklusions- und Sozialprojekten. Beeindruckend waren der Mut und das Engagement der Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen und in großer Armut dennoch ihr Leben in die Hand nehmen und eine Zukunft bauen.

Von Marianne Heimbach-Steins, die uns seit langem freundschaftlich verbunden ist, auf sehr persönliche Weise von ihren Eindrücken aus Peru zu hören, ist ein Geschenk für unsere Gemeinschaft - und eine nachdrückliche Einladung, immer wieder über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen!


„Woche der Politiker“

Landrat Adenauer im Konvent
Landrat Adenauer im Gespräch mit unserem Konvent

Unser Landrat, Herr Sven-Georg Adenauer, besuchte uns am 20. August. In der abendlichen Rekreation berichtete er aus dem Geschehen im Kreis Gütersloh: von der Verkehrs- und Bildungsgpolitik, von wirtschaftlichen Entwicklungen und ihrer Förderung, von sozialen Projekten und kulturellen Ideen. Bei seinen jährlichen Besuchen erfahren wir immer interessante Details und große Linien der kommunalen und der Kreis-Politik. Wir freuen uns über die Verbundenheit mit unserem Landrat!

Besuch aus Berlin

Wenige Tag später, am 23. August, besuchte uns Herr Ralph Brinkhaus, MDB und Fraktionsvorstitzender der CDU im Bundestag, zusammen mit Ihrer Exzellenz, der indischen Botschafterin in der Bundesrepublik, Frau Mukta Dutta Tomar. Einen Tag lang stellte Herr Brinkhaus ihr seinen Wahlkreis vor - und hatte auch unsere Abtei dafür ausgewählt. Nach einer kleinen Führung durch das Kloster kamen wir im Konvent zum Gespräch mit der ganzen Gemeinschaft zusammen. Frau Tomar erzählte uns, wie sehr ihr Besuch bei uns sie an ihre Schulzeit bei katholischen Schwestern in Indien erinnerte, aus der sie viele wertvolle Prägungen mitnahm. Die Mittagshore schloss diese kleine Begegnung mit der weiten Welt ab. 

Besuch aus Berlin
Besuch aus Berlin: Die indische Botschafterin und Herr Ralph Brinkhaus MDB mit Äbtissin Angela.